Zur Geschichte der Zeitarbeit

Woher kommt eigentlich die Zeitarbeit? Vielleicht hast Du dir auch schon einmal die gleiche Frage gestellt? Zur Geschichte der Zeitarbeit gibt der iGZ – der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. – detaillierte Auskunft. Auf Basis dessen, haben wir hier in unserem Blog für Dich noch einmal die wichtigsten Eckpfeiler der Entstehung der Zeitarbeit kurz zusammengefasst.

An erster Stelle ist zu sagen, dass die Zeitarbeit, wenn man so will, eigentlich in den Vereinigten Staaten entstanden ist, als zwei Anwälte, Elmer L. Winter und Aaron Scheinfeld, Ersatz für eine ausgefallene Sekretärin suchten und daraufhin bemerkten, dass sie wohl mit diesem speziellen Problem nicht die einzigen waren. Inspiriert von jenem Ereignis engagieren sich die zwei und gründeten im Jahre 1948 die Firma ‚Manpower Inc.‘. Als lukrative Angelegenheit wächst die Zeitarbeit in den Staaten schnell. Es werden nachfolgend auch zwei Büros in Europa eröffnet - diese entstehen in Paris und London im Jahre 1956.

Laut der Informationen des iGZ, war das entgeltliche Vermitteln von Arbeitskräften in Deutschland bereits im Jahr 1922 durch das sogenannte Arbeitsnachweisgesetz geregelt. Dies schaffte die grundlegenden Bedingungen für die Zeitarbeit hierzulande. Natürlich war die Zeitarbeit in Deutschland zu diesem Zeitpunkt noch nicht als ‚Zeitarbeit‘ bekannt und ihre Rahmenbedingungen unterschieden sich deutlich von denen, die wir heute kennen. Ein Beispiel: die Arbeit vermittelnden Instanzen trugen zum damaligen Zeitpunkt noch sämtliche Arbeitgeberpflichten, was sich über die Jahre hinweg mehr und mehr lockerte. Gegenwärtig branchentypische Vokabeln wie das exemplarische ‚Equal Pay‘ oder ‚Equal Treatment‘, die einen Gleichstellungsgrundsatz zwischen Zeitarbeitnehmer*innen und vergleichbaren Stammmitarbeiter*innen erwirken, waren zu diesem Zeitpunkt beispielsweise noch in weiter Ferne.

Ein entscheidender Moment in der Geschichte der ‚Deutschen Zeitarbeit’ spielte sich bei einem Schweizer Unternehmen ab. Die sogenannte ‚ADIA Interim‘ wurde mit ihrer Niederlassung in Hamburg zum Vorreiter der Branche hier in Deutschland. Allgemein blieben die steigende Souveränität und der offenkundige Erfolg der Zeitarbeitsunternehmen selbstverständlich nicht unbemerkt, sodass die Bundesagentur für Arbeit, welche zu diesem Zeitpunkt eine Art Alleinrecht auf die Vermittlung von Arbeitskräften hatte, sich dazu gezwungen sah, entsprechend zu reagieren. All‘ diese Verstrickungen lösten in den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten immer wieder Streitereien und konsequent rechtliche Änderungen aus, was in sich das Fundament legte, auf welchem die moderne Zeitarbeit mit ihren immer fairer werdenden Konditionen fußt.

Die zugegeben romantisiert wirkende Entwicklungsgeschichte der Zeitarbeit in den Staaten wurde so um eine simultan ablaufende Entwicklung der Branche in Europa ergänzt.

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